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Zusammenfassung: Myofunktionelle Aspekte in der zahnärztlichen Praxis sind eng verknüpft mit den gnathologischen Regeln nach denen Gebissrestitutionen vorgenommen werden Kurzvita: ZÄ. Claudia Scholz „Zahnärztliche Praxis Reventlou / Claudia Scholz“ Nach dem Studium (2001) Assistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zahnklinik Kiel Universitätsklinikum Schleswig, Parodontologie Frau PD. Dr. Birte Groessner-Schreiber. Seit 2006 in eigener Praxis Leiterin des Praxisteams mit Behandlungsschwerpunkt Parodontologie, Gnathologie, Myofunktionelle Therapie. Mitarbeit und Vorträge in mehreren Spezialteam zur JIA in Deutschland.
Vorwort: Im wissenschaftlichen Bereich meiner Tätigkeit an der Kieler Zahnklinik (ZMK UK-SH) unter Frau PD. Dr. Birte Groessner-Schreiber hatte ich mich mit den entzündlichen Zahnbetterkrankungen zu befassen. Die Literaturstudien in diesem Zusammenhang zeigten die Bedeutung der Haematologie und der Serologie (aber auch der Genetik) bei derlei entzündlichen Prozessen. Bei der späteren Zusammenarbeit mit unserem Ärzteteam in der eigenen Praxis, die das ganze Spektrum der Zahnheilkunde umfasst, war bezüglich gnathologischer Behandlungen auch das Wissen um die MFT (Myofunctionelle Therapie) gefragt. Spezielle Fälle von Schienentherapie an der Rheumaklinik in Garmisch in Zusammenarbeit mit deren Leiter Prof. R. Haas bei Fällen von JIA liessen die Bedeutung der MFT für die Behandlung dieser Fälle erkennen. Die Physiotherapeutinnen Frau M. Spamer und Frau C. Beisken-Schöneich waren gern bereit, sich im Rahmen spezieller Fälle und bei von uns geleiteten Workshops in die MFT-Behandlung einzuarbeiten. Die Erfolge sprachen für sich; W. Haas diskutierte die Ergebnisse mit A. Welk, O.A. an der Zahnklinik Univ. Greifswald. Daraufhin nahmen wir auch Kontakt mit A. Welk auf und verabredeten Kooperation. In recht fruchtbaren Diskussionen lieferte Welk den Anstoss für weitere Spezialisierung der MFT-Behandlung mit der Einsicht, dass, anders als beim Knochenwachstum in den Extremitäten von JIA-Kids die symphysale Streckung am Kieferkörper keine Bedeutung haben konnte. So konnte die Auswahl der MFT-Übungen bei JIA-Fällen noch mehr spezialisiert werden. Erfolge zeigten sich auch in der Zusammenarbeit der Kieler JIA-Gruppe mit dem Kinderrheumatologen Von Bismarck, dem Kieferortopäden Künecke und unserer Praxis. Die sich daraus für uns ergebende breite Rückmeldung in der Auswahl und Durchführung der Diagnose- und Trainingsmethoden bei der MFT ermutigen mich, hier über diese zu berichten.
MFT in der zahnärztlichen Praxis Die Muskelfunktionstherapie ist die logische Konsequenz aus den Störungen der physiologischen Funktion eines Organismus. Je nach Standpunkt des Betrachters kann man sie ansehen als eigenständige Therapie, als notwendige Ergänzung oder als Grundbedingung für eine Therapie. Sie ist darauf ausgerichtet, die physiologischen Funktion meist wiederherzustellen (Restitutio), manchmal auch erst herzustellen (Konstitutio). Das Zielgebiet sind Organsysteme aus neuromuskulären Regelkreisen, die häufig hartgewebig gestützt sind. In der Mehrzahl der Fälle ist unser Praxisteam mit dieser Problematik konfrontiert als Konsequenz aus alltäglichen Therapiesituationen in der zahnärztlichen Behandlung. Auffällige Symptome sind: Überempfindlichkeit einzelner Zähne auch mit deutlichen Schleifspuren (bis hin zu Lockerungen) an diesen, Schwierigkeiten bei der Mundöffnung / Unterkieferbewegung, Schmerzen im Ohr-/Schläfenbereich und Verspannungen in Nacken und Schultern. Darüber hinaus fallen Störungen auf, die in angrenzende medizinische Wissensgebiete fallen wie später ausgeführt wird. Anatomisch topologisch umfasst dies das orofaciale, das stomatognathe und das cervicocraniale System. Zunächst zur Kasuistik. (1) Der Grossteil der Fälle ergibt sich aus unserer Hauptaufgabe, die Kaufähigkeit des Gebisses durch die Reparatur von Einzelzähnen zu erhalten. Es ist meist Konsequenz aus fehlerhafter Ernährung und Pflege bezüglich des Gebisses. Dazu später mehr, hier zunächst die zweite Quelle der Pathogenese. (2) Man kann diese Fälle als idiopatische Erkrankungen bezeichnen. Definitionsgemäss hätten sie dann keine erkennbare Ursache, darum sollten wir sie eher als ‚eigenständig’ ansehen. Bei diesen Fällen ist es schwierig, die Genese und den Zeitpunkt des Entstehens der Auffälligkeit zu bestimmen. Dies ist allerdings für die Therapie eher irrelevant. Es handelt sich hier um Fehlfunktionen, die englisch auch als Habits beschrieben werden und im Französischen bezeichnender Weise als „Tic nerveuse“. Im Deutschen nennt man sie schlicht „Angewohnheiten“ mit einer negativen Belegung. [genetisch, stressbedingt]. (3) Diese Kategorie umfasst Erkrankungen, die sich auf die Funktionsfähigkeit der Funktionseinheit Mund auswirken und dringend therapeutische Unterstützung durch die MFT erfahren müssen. Sie sind eher nichtzahnmedizinischen Fachgebieten zugeordnet, wie HNO-Heilkunde, Pulmologie oder auch Rheumatologie so wie Sprechwissenschaften, bedürfen aber der myofunktionell-therapeutischen Unterstützung in den oben aufgezählten Gebieten. Das bedeutet, dass die entsprechenden Beschwerden und Symptome häufig in der zahnärztlichen Sprechstunde geklagt werden. Soweit unsere Standortbestimmung. Nun zu den einzelnen Gliederungspunkten.
Zu Punkt 1: Die relevanten Inhalte sind im Gebiet der Gnathologie zusammengefasst. Sie betreffen die erwähnten neuromuskulären Regelkreise des Kausystems. Gehen wir davon aus, dass im Laufe der Jahre durch kariöse Prozesse ein Zahn nach dem anderen reparaturbedürftig wird. Eine Kaufläche nach der anderen muss neu gestaltet werden. Die Kau- oder Okklusionsflächen der Zähne sind in der anatomischen Form ihrer Höcker und Fissuren und deren Flächenneigung höchst präzise den Sektorbewegungen angepasst, die an eben dieser Stelle des Zahnbogens durch die Form der Kiefergelenkflächen und somit der Bewegungsbahnen vorgegeben sind. Ebenso sind die Sensorzellen der Wurzelhaut dieser Zähne auf die entstehenden Lastrichtungen geeicht. Treffen durch eine unpassende Kauflächenform für diese Region atypische, unpassende Kraftvektoren auf den Zahnhalteapparat, so ist dieser durch seine spezialisierte Eichung auf die an dieser Stelle physiologisch zu erwartende Belastung nicht im Stande, diese Kräfte zu analysieren. Sie werden nicht oder nicht in der erforderlichen Signalqualität von den Sensorzellen an das ZNS weitergeleitet, fehlinterprätiert und mit Ausführungbefehelen an die Muskulatur beantwortet, die nicht dem physiologischen Rahmen entsprechen und dadurch am Kauapparat (und in die Nachbargebiete hinein) zu Schäden führen. Wenn eine Kaufläche korrekt restituiert werden sollte, so müsste diese in die gegebene Position nach gnathologischen Richtlinien hineinkonstruiert werden. Das bedeutet, dass die Kaufläche labortechnisch in einem Gerät (Artikulator) hergestellt werden muss, das in seinen Bewegungen der Kiefer zueinander denen im Mund des Patienten entspricht. Hierfür muss zunächst die Lage der Kiefer im Schädel und deren Beweglichkeit zueinander registriert und auf das Laborgerät übertragen werden. Danach kann die zu ersetzende Kaufläche laborseitig anatomisch-physiologisch auf verschiedene Arten und mit unterschiedlichen Materialien hergestellt und anschlissend im Mund des Patienten eingegliedert werden. Da diese Methoden aufwendig und kostspielig sind, wird oft zunächst versucht, im Mund des Patienten die Kauflächen mit plastischen Füllungsmaterialien zu erstellen. Sind dann im Laufe von Jahren viele Kauflächen auf diese einfachere Art konstruiert worden, so wird die Passung der oberen zur unteren Zahnreihe mit der Zeit nicht mehr die Präzision in der Belastung der Zähne aufweisen. Der Regelkreis: Belastung der Sensorzelle in der Zahnwurzelhaut > Reizleitung in der afferenten Nervenbahn > Auswertung im Kauzentrum im Gehirn > Steuerbefehl an die Kaumuskulatur über die efferente Nervenbahn > Belastung der Wurzelhaut, entspricht nicht mehr den physiologischen Anforderungen.
Die Abfolge der entstehenden Störungen ist variabel, wird sich jedoch häufig zunächst in Korrekturbewegungen äussern wie dem Zähneknirschen oder –pressen, was wiederum zu Abrieb und Schliff-Facettenbildung führt. Das Parodont ist überlastet und reagiert mit Entzündung und Abbau. Die ebenfalls überlastete Muskulatur zeigt umschriebene Entzündungen, zunächst in wenigen Muskelfeldern, dann mehr und mehr. Diese werden später in oft schmerzhafte Myogelosen bindegewebig umgewandelt. Die Kiefergelenke reagieren ebenfalls zunächst entzündlich, später degenerativ. Probleme bei der Mundöffnung entstehen. Soweit die Folgen, die den Kauapparat selbst betreffen. Darüber hinaus werden oft Schutzmechanismen vom Körper in Gang gesetzt, die leider eher nachteilige Wirkung haben: Der untere Zahnbogen stützt sich kompensatorisch gegen den Oberen in einer Schonhaltung ab (meist lateroprotrusiv, das heisst vorwärts-seitlich versetzt), was die Probleme an der Zahnsubstanz, dem Zahnbett, der Muskulatur und den Gelenken noch vergrössert. Eine weitere aus den Schutzmechanismen resultierende Fehlerquelle sind atypische Muskelaktionen in Wangen, Lippen und Zungenmuskulatur. Die Zahnbögen werden verformt, die deckende Schleimhaut geschädigt. Das alles sollte der Zahnarzt erkennen und spätestens dann gegensteuern. Und hier nun spielt die MFT eine ausschlaggebende Rolle. Eine präzise und umfassende myofunktionelle Diagnose muss durchgeführt werden und zunächst das Kausystem ruhig gestellt werden. Anschliessend muss der Patient angelernt werden, MFT-Übungen einzusetzen, die den oben ermittelten Muskelfehlaktionen entgegenwirken.
Zu Punkt 2. Myofunktionelle Therapie bedeutet das Anlernen des Patienten, seine Muskelfunktionen in einem physiologischen Rahmen einzusetzen, was wiederum heisst, unter möglichst geringer Systembelastung das bestmögliche Resultat zu erzeugen. Das Anlernen ist schwierig und langwierig. Therapiehilfen sollten genutzt werden, soweit sie nicht neue Stress-Situationen im System bewirken. Im angenommenen Fall, dass Fehlreize Fehlfunktionen triggern, lassen sich die Reize ad hoc dadurch ausschalten, dass man in der antagonistischen Verzahnung des Gebisses einen Zustand erzeugt, den das System für kongruent hält. Das lässt sich erreichen, in dem man einen idealen Zusammenbiss simuliert. Eine abnehmbare Kunststoffschiene (Funktionsschiene, wie etwa die MICHIGAN-Schiene) wird in der Technik unter den anfangs beschriebenen Bedingungen im Artikulator hergestellt und nach Einsetzen im Mund nochmals sorgfältig eingeschliffen. Die Details dazu sollen hier nicht aufgeführt werden. Diese Methode ist jedoch – wie jegliche Schienung – ausschliesslich eine vorübergehende unterstützende Massnahme, die die Triggerreize sofort abdeckt. In der Folgezeit muss dann eine dauerhafte Rehabilitation des gesamten Zusammenbisses erfolgen. Für die Myofunktionelle Therapie hingegen stellt sich die Forderung, den Patienten umzustellen von den unbewussten Muskelaktionen auf gezieltes Überwachen korrekter Bewegungsmuster. Dies geschieht meist in überschaubaren Teilschritten der Myofunktionellen Therapie. In der muss der Patient in die Lage versetzt werden, selbst zu entscheiden, dass er seinen Zustand ändern will. Dabei muss ihm klar sein, dass der Therapeut ihn nur führen kann, und er muss den Willen haben, die Therapie konsequent und regelmässig umzusetzen.
In unserer Praxis haben wir uns zu folgendem Vorgehen entschieden: Zunächst befassen wir uns mit dem stomatognathen System. Jeder Schritt wird einzeln einstudiert; es wird nicht fortgefahren, ehe der gegenwärtige Schritt perfekt beherrscht wird. Gegebenenfalls wird mit zusätzlichen Übungen ergänzt.
· Als aller erstes wird die ‚L’-HALTUNG der Zunge eingeübt. · Hinzu kommt die Kontrolle der Zungenform; die schmale, leicht aufwärts gewölbte Haltung ohne Zahnkontakt vorn oder seitlich. · Der Unterkiefer nimmt eine retrale Position ein, die er nur in Ausnahmefällen verlässt (bei weiter Mundöffnung und Abbisshaltung). Dies wird zunächst mit dem Therapeuten geübt, später alleine als die ‚SCHUBLADE-HEREIN-HALTUNG’. Hierzu wird durch Tasten seitens des Patienten die Position der Kiefergelenksköpfchen bestimmt und überwacht. · Anschliessend erfolgt die Positionierung der Perioralmuskulatur (hauptsächlich des Mundspaltes). Dieser verläuft horizontal, nicht in die Breite gezogen (kein betonte Aktivität des M. buccinator), nicht abwärts hängend (M. depressor anguli oris) und nicht aufwärts gezerrt (M. risorius, M.cygomaticus). · Die Lippen sollen ein rundliches Volumen haben und leicht geschwungen sein (Cupido-Bogen). Zu schmale Lippen sind hypertensiv verkrampft, zu wulstige, weiche sind hypoton. · Alle genannten Bedingungen sind zu kontrollieren und, falls fehlerhaft, mittels MFT-Übungen auszugleichen. · Im Anschluss daran erfolgt die Überprüfung der Kaumuskulatur (Mm. Temporales, Masseteri, Pterygoidei). · Anschliessend werden die submandibularen Muskeln befundet (vom Unterkieferkörper abwärtsführende). · Zuletzt werden die Muskeln getested, die für den Rachenabschluss der Mundhöhle sorgen.
Die folgende Aufgabe ist dann die Kontrolle des Kau- und Schluckreflexes
Zu Punkt 3) Zu den schon erwähnten nicht direkt zahnmedizinischen Gebieten, die auch einer myofunktionellen Therapie bedürfen, zählen in unserer Praxis häufig Kinder, die bedingt durch rheumatoide Prozesse, eine Kiefergelenksentzündung und Veränderung aufweisen. Diesen Kindern kann man durch individuell auf die beteiligten Muskelfelder angepasste Übungen eine dauerhafte Schädigung der Temporomandibulargelenke ersparen. Ebenso häufig sucht der Zahnarzt die Mitarbeit des Pulmonologen bei Atemwegsstörungen wie Apnoe, Schnarchen und Verschlucken für die MFT- Therapie bei diesen Beschwerdebildern.
Die heutige zahnärztliche Praxis benötigt die Integration der MFT in den täglichen Praxisablauf um den geforderten gegenwärtigen Anforderungen an die Rehabilitation nachkommen zu können. ZÄ Claudia Scholz Januar 2012
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Brief C.V. Dentist Claudia Scholz „Zahnärztliche Praxis Reventlou / Claudia Scholz“ After the state examination (2001) and employment as research assistant at the Dental Clinic “Zahnklinik Kiel Universitätsklinikum Schleswig, Parodontologie Mrs. PD. Dr. Birte Groessner-Schreiber. since 2006 leading her own dental practice with the main treatment emphasize on Parodontology, Gnathology, Myofunctional Therapy and furthermore cooperation and lectures in several special teams on JIA in Germany.
Preface The scientific sector of my engagement at the Kiel Dental Clinic in Kiel/Germany with department head Mrs. PD. Dr. Birte Groessner-Schreiber I was engaged in the field of inflammatory parodontal diseases. The literature studies in that connection demonstrated the significance of Haematology and Serology (but as well Genetics) in connection with these processes. During the following cooperation in our team of doctors in my own dental practice which comprises the whole spectrum of dentistry in respect of gnathological treatment the knowledge of MFT (Myofunctional Therapy) was in demand.
Special cases of splint therapy at the Rheuma Clinic in Garmisch/Germany in cooperation with its director Prof. R. Haas in cases of JIA showed the importance of the MFT in treatment of those cases. The physiotherapists Mrs. M. Spamer and C. Schoeneich in some special cases were most ready to get acquainted with MFT-treatment in workshops prepared from us.
The success of this approach speaks for itself; W. Haas had a scientific discussion on the results with A. Welk, senior staff member at the dental clinic of the University Greifswald/Germany. In the follow we, too, contacted A. Welk and appointed cooperation. In quite constructive discussions Welk gave the hint for some further specialising of the MFT-treatment from the understanding that, other then for example in bone growth the sympysal stretching in the jaw bone could not have any significance. On the basisof this the selection of MFT exercises for the JIA cases could be treated still more specialised. Success became particularly evident as well trough the cooperation with the Kiel JIA-group with the children’ rheumatologist Von Bismarck, the Orthodontist Kuenecke and our practice. The broad response resulting from this for us in respect of the performance of diagnostic and therapeutic methods in MFT are encouraging me to report about that matter in the follow.
MFT in Dental Practice Muscle Function Therapy ist the logical consequence from the disorders of physiological functions in the organism. Depending on the view point of the observer you may look at it as an autonomous therapy, as an essential addition or as the basic condition for a therapy. It is focussing at mostly to restore these physiological functions (Restitutio) sometimes, though, to just constitute them. The target area is organ systems of neuro-muscular feed-back circuits which frequently are hard tissue supported.
The majority of the cases of this problematic our practice team is confronted with is a consequence an everyday therapy situation of stomatological treatment. Noticeable symptoms are hypersensitivity of single teeth additionally sometimes with distinct grinding marks ( up to loosening of the teeth), difficulties with the mouth opening / movement of the mandible, pains in the ear – temple region and tensions in the neck and shoulder region. Moreover disorders are striking which rather belong to neighbouring scientific fields as will be described later on. Anatomical-topologically this comprises the orofacial, the stomatognatic and the craniocervical system. First and foremost the casuistry. (1) The majority of cases results from our main task i.e. to keep retain the masticators function of the dentition through the reparation of single teeth. It is mainly the consequence of a faulty nutrition respectively dental care.
(2) These cases may be seen as idiopathic diseases. As per definition these would then have no noticeable cause, this is why we might rather term them ‘autonomous’. With this cases it is difficult to quantify the genesis and the time of occurence of the conspicuity. This, though, would rather be irrelevant for therapy. It is a matter of dysfunctions which in English also are described as Habits and in French indicatively as „Tic nerveuse“. In German they are simply called „Angewohnheiten“ (to get adapted to something) with a negative allocation [genetic, stress-induced].
(3) This category comprises ailments which are implicating the function of the specific functional unit mouth and do need urgent support through the MFT. They belong rather to special fields beyond dentistry like ENT-medicine, Pulmology or even Rheumatalogy or Speech Therapy but require the Myofunctional Therapeutic support in the recited special fields.
This, of course, means that the respective complaints and symptoms were uttered in the dentist’s consultation. So much about our siting. In the follow we will discuss the single outline points.
1 The relevant contents are summed up in the field of the Gnathology. They concern the mentioned feed-back circuits or loops in the masticators system. Let us imagine that in the course of the years carious processes will put one tooth after the other in need of repair. One by one the occlusal surfaces get in need to be reshaped. The chewing or occlusion surfaces of the teeth are in their cusps and fissures and the inclination of their surfaces are adapted in a highly precise manner to the sectorial movements to the of the very site in the dental arch and thus to the movement pathway given by the form of the Temporomandibulary Joints (TMJ). In the same manner the sensor cells of the periodontium of these teeth is coined in respect of the arising load direction. If through surface forms inappropriate for the respective region atypical, incongruous force vectors are hitting the periodontal tissues it will, through its special coining for the at this point in the physiological frame expected load not be able to analyse the force. It will not or not in the required signal quality be passed on from the sensor cells to the CNS, consequently misinterpreted and answered with execution orders for the musculature which do not match the physiological frame and consequently cause damages for the masticatory system and its surrounding.
If a chewing surface were to be reshaped it would have to be designed into in the given position relating to gnathological guidelines.
This requires that the chewing surface has to be generated using a technical methodological device (articulator) which complies in its movements of the jaws in reference to each other with those in the mouth of the patient. To achieve this first of all the position of the jaw bones within the skull and their articulation to each other will have to be registrated and transferred to the laboratory device. In the follow the morsal surface will be generated dental-technically in an anatomical-physiological manner in different ways and with various materials. Ensuing it is integrated into the patient’s mouth. As those methods are complex and expensive the primary choice will be to generate the morsal surface within the patient’s mouth and with plastic restorative materials. If then in the course of the years a lot of occlusal surfaces have been constructed in this simple manner the fitting of the upper towards the lower arches will, by and by, no more shoe the desired precision in the loading of the teeth. The feed-back circuit being represented by stressing the sensor cells of the periodontium>transmission through the afferent pathways>evaluation in the masticatory centre of the central nerve system> control command towards the masticatory muscles through the efferent pathways> charging of the periodontium after all will no more be appropriate to the physiological requirements. The array of the arising disorders will be mutable but frequently will manifest itself in correction movements like grinding or pressing of the teeth consequently leading to abrasion and grinding facet formation. The periodontium being overcharged will react with inflammations and destruction.. The musculature being overstressed as well shows inflammations in a few muscle fields at first but then more and more. These will later on be transformed into painful connective tissue myogeloses. The Temporomandibular Joints (TMJ) are equally reaaction inflammatory at first and degenerative in the follow initiating problems with the mouth opening. So much about the consequences implicating the masticatory system itself. Moreover safeguard mechanisms are launched by the organism which unfortunately will engender adverse effects. The lower arch finds compensatory support against the upper through a relief posture ( mostly a lateroprotrusive, meaning fronto-laterally shifted) thereby even deteriorate the problems on the tooth substance, the the periodontium, musculature and joints . A further source of error resulting from the safeguard mechanisms are atypical muscle actions in the cheek, lip and tongue musculature. The dental arches will be deformed, the covering mucosa damaged.
The dentist will have to recognize this and, by the at the latest, counteract. This, now, is where the MFT is playing its crucial role. A precise and comprehensive Myofunctional diagnostic analysis should be performed and the masticatory system restrained. primarily. Subsequently in a teach-in process the patient will learn to apply MFT exercises which are counteracting the faulty muscle actions identified.
On item 2: Myofunctional Therapy implies the teach-in of the patient to employ his muscle functions respecting the physiological frame which, again, suggests to generate the optimal result under a minimum system load. This teach in is complicated and lengthy. Available therapy supporting facilities should be taken up as far as they do not cause new stress situations within the system. In our hypothetical situation that erroneous stimuli are triggering erroneous functions the stimuli can ad hoc be blocked by generating a situation within the antagonistic occlusion of the dental arches which the system deems congruent. This can be obtained by simulating an ideal bite.
A removable plastic splint (Function splint/brace like the MICHIGAN-splint) is generated by dental technical means using an articulator as described above and again fine-grade ground within the patient’s mouth. Further details hereto should not be further discussed in this paper. This whole method nevertheless is – like every splinting – solely a temporary and aiding measure which covers up the trigger stimuli. During the follow-up the rehabilitation of the whole occlusion will have to be administered. For the Myofunctional Therapy, though, the claim arises to reset the patient from the unaware muscle actions towards a deliberate monitoring of the correct movement patterns.
This usually will happen in reckonable single steps of the Myofunctional Therapy. During the prepration stage the patient should be put in a situation where he can decide all by himself to strive to change his situation. This implies that the therapist can only guide him and he will have to show the willpower to effectuate the therapy consequently and consistently.
In our praxis we have adopted the approach described in the follow. We get started with the stomatognathic system. Every single step in learned in a teach-in; there will be no moving on before the preset step is mastered perfectly. If necessary additional exercises will help to supplement the therapy.
● First of all the ,L-POSITION’ of the tongue is practiced. ● The add-on will bet he monitoring of the tongue form, the slender and softly upwards arched posture without tooth contact in the front and at its side. ● The mandible takes up a retral position which it will let go only in an exceptional situation ( with a wide mouth opening an in the bite-off position. This will be practiced at first togethet with the therapist, later on unaided and under the headline ,DRAWER-IN’-POSTURE. Additionally the patient will locate and monitor the position of the joint head by self palpation. ● The next stepp includes the positioning of the perioral musculature (mainly of the mouth slit). This should run horizontally, not drawn to the corners, (no emphasized activities of the mm. Buccinators) further not hanging down (m. depressor anguli) not pulled up (m. Risorius, m. cygomaticus). ● The lips should show a roundish, slightly curved profile being slightly swooped (Cupido’s arch). Tight-lipped are hypertensively cramped, rubbery soft ones are hypotone. ● All these conditions described should be checked and. if faulty, be compensated . ● Next follows the testinmg of the masticatory muscles (Mm. temporales, masseteri, pterygoidei). ● Hereafter the submandibilary muscles (leading downwards from the corpus Mandibulae) are tested. ● Finally the muscles are tested which provide the sealing of the fauces against the cavum oris. The subsequent task is the inspection auf the swallow ad deglutition reflex.
Ad 3.) Belonging to the non dental medical fields but equally needing a myofunctional therapy are those cases in our praxis, frequently children, which, attributed to rheumatoid processes, show TMJ inflammation or alteration. These kids can be saved a lasting damage of the joints by individually arranged exercises.
Just as frequently the dentist needs the cooperation of the pulmologist in cases of apnoe, snoring or choking to design a MFT for these symptoms.
The nowadays dental praxis needs the integration of the MFT into the daily routine to cover the requested current demands for rehabilitation.
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